Satire: Die Rückkehr von Prinzessin Annalena und Prinz Robert zur Grünen Burg

Auszug aus dem Satire-Buch: Sympa-Satire – Die Grünen

Prinz Robert und Prinzessin Annalena hatten sich aus den Augen verloren. Unter König Olaf dem Sanften hatten sie das Königreich mitverwaltet, bis der königliche Buchhalter Lindianer das Königreich schnöde verraten hatte. Er war dann Chef aller Kutschenhändler geworden, der motorisierten und der von Pferden gezogenen. Man hätte ihm seitens des Königreiches gern sein mit Eigenhaar nachgepflanztes Haupt von der Schulter geschlagen. Doch Lindianer hatte sich aus dem Staub gemacht, war auf eine Insel in der rauen Nordsee getürmt.

Annalena, die oberste Gesandte des Königs Olaf der Sanfte, war kurz vor dessen Abdankung noch zum Vereinten Rat aller Königreiche, dem VRK, gereist und hatte dort für einige Zeit einen guten Job erhascht. Sie war Präsidentin der Generalversammlung geworden. Da sie als erste Gesandte von König Olaf immer betont hatte, wie überlegen die Frauen den Männern seien, hatten sich diese gerächt und sie bald mit vereinter Macho Kraft aus dem Rat der Königreiche (VRK) vertrieben. Prinzessin Annalena setze den Frauen zuhause gefährliche Flausen in den Kopf, hatte man auf sich auf den Männer-Latrinen in der VRK zugeflüstert. Deren Kopf müsse rollen, sonst sei der ihre in Gefahr. Da waren sich ganz viele Machos aus der Donald Trump Stall, aus dem Putin Stall und aus anderen Macho-Ställen einig. Prinzessin Annalena hatte nach der krachenden Macho-Niederlage zu ihrer Burg zurückkehren wollen. Sie hatte einen Boten vorgeschickt, die Grüne Burg möge sie pracht- und würdevoll empfangen.

Auch Prinz Robert war zur Grünen Burg zurückgekehrt. Er war nach dem Ende des König Olaf Reiches einen anderen Weg gegangen, um den Schmährufen seiner Feinde zu entkommen. Er hatte erklärt, er sei jetzt mal weg und hatte eine geistige Heil-Tour gestartet. Er hatte die klügsten Universitäten des Rates des Vereinigten Königreiches (VRK) besucht und hatte dort laut und gut bezahlt darüber nachgedacht, wie sein Grünes Öko-Prinzenwerk zu bewerten sei. Er war solange in Gesprächsrunden mit hellen Scheinwerfern aufgetreten, dass er am Ende genauso gebräunt war wie der ehemalige königliche Buchhalter Lindianer. Der hatte sich so lange auf der Flucht-Insel zwischen Standkörben versteckt gehalten, bis er sonnenverbrannt war und er die Sonne, so der ärztliche Ratschlag, für lange Zeit meiden musste. Die Chefs aller Kutschenhändler, der motorisierten und der von Pferden gezogenen, hatte für ihn freies Geleit aufs Festland ausgehandelt und ihm den sonnenfernen Job des Kutschenhändler-Chef Lobbyisten verschafft. Sein Motto lautete, Sekt und Haare für alle, weg mit den Steuern.

Prinz Robert war schließlich unangemeldet in die alte Burg zurückgekehrt. Er hatte eben noch verhindern können, dass Onkel Kokoschka sich die Burg unter den Nagel, bzw. die wurstigen Finger gerissen hatte. Vier lange Jahre waren die Burggräben nicht gesäubert worden. Vier lange Jahre waren die Zinnen nicht geputzt und die Zugbrücken nicht geölt worden. Prinz Robert hatte die Bauern der Umgebung mit vielen guten Worten und Goldtalern aus seinem Prinzen-Lohn dazu gebracht, die Burg wieder in Schwung zu bringen.

Als Prinzessin Annalena Wochen nach ihrer Niederlage gegen die Latrinen-Power-Macho-Kraft des Rates der Vereinigten Königreiche (VRK) einen Boten geschickt hatte mit der Aufforderung, die Grüne Burg für einen pracht- und würdevoll Empfang vorzubereiten, hatte ihre Fahne bereits wieder über der Burg geweht und ihre Zimmer waren hergerichtet gewesen. Dafür hatte ihr älterer Bruder, Prinz Robert, gesorgt.