Satire: Volker Pispers und Sahra Wagenknecht und die Sahramania

Ausschnitt aus der Satire-Serie: Volker Pispers

Sahramania statt Obamania in Düsseldorf-Oberkassel?

Als Barak Obama Präsident der USA wurde, verfiel die Welt in das Obama-Fieber. Obamania nannten die Psychologen die euphorisierende Sympathie zum jungen und schönen Obama. “Yes we can“, hatte Obama im Wahlkampf versprochen. Die Welt war verliebt gewesen in Barak Obama und seine Frau Michelle. Jahre später war Obama dank seiner Bücher ein Millionen Dollar schwerer Ex-Präsident. Er hatte in seinen zwei Amtszeiten kaum ein Versprechen gehalten. Der Obama Rausch war vorbei. Es war eine weitere Variante des Polit-Dauer-Theaters „Brot und Spiele“ gewesen. Jetzt stand eine neue politische Seifenoper mit dem Titel „Sahra und Oskar“ auf dem Spielplan des Polit-Theaters. Jetzt war Sahra Wagenknecht angetreten, um mit ihrem Oskar die Welt zu rocken und zu retten. Sie hatte dazu eigens eine Partei gegründet, das „Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW).

Einen großen Fan hatte Sahra schon gewonnen. Es war Volker Pispers, der vom Sahra-Fieber geschüttelt in Oberkassel im Wohnzimmer seiner Frau Barbara saß und missmutig Kaffee schlürfte. So jedenfalls berichtete es die Mars-News, eine Presse-Agentur vom Mars, die mit Mars Techniken alles sehe und hören konnte. Sie konnte sogar die Gedanken der Menschen lesen.

Pispers allein zu Haus

„Gehst Du heute einkaufen, Volker“ rief Rabara aus der Küche, doch Volker antwortete nicht. Er saß auf der Couch und hatte die Füße auf den Wohnzimmer-Tisch gelegt. Auf dem Tisch stand ein riesiges Namensschild mit der Aufschrift „Volker Pispers-Kabarettist“. Ehefrau Rabara seufzte und rief aus der Küche „Herr Kabarettist, ich schick Dir in der ersten Pause eine WhatsApp mit der Einkaufsliste“. Rief’s und verschwand aus der Haustür in Richtung Schule. Sie hatte die Lehrer-Ausbildung damals zu Ende gemacht, als ihr Volker sich in Richtung Bühne aus der Ausbildung zum Schuldienst verabschiedet hatte. Heute verdiente sie die Brötchen, während Volker seinen Ruhm verwaltete, der mit jedem Tag sank, ebenso wie seine gute Laune.

War Pispers ein Hofnarr der SPD?

Pispers schlürfte mit finsterer Miene seinen Kaffee aus einem großen Pott mit britischer Flagge, er hatte nämlich mal Englisch-Lehrer werden wollen. Er googelte seinen Namen und seine Laune sank noch tiefer. Überall redeten sie in der Vergangenheitsform über ihn. Er habe sich 2015 von der Bühne verabschiedet, las er überall im Internet. Kein Wort war zu lesen vom öffentlichen Messerwetzen gegen ihn, dass es diesem verfluchten Jahr 2015 gegeben hatte, so sah er es jedenfalls.

Eigentlich hatte er 2015 nur eine Bühnen-Pause einlegen wollen, so die Moon News. Er hatte am 9.3. 2015 bei der Preisverleihung Deutscher Kleinkunstpreis zu sehr auf die Polit-Kacke gehauen. Sein bis dato akzeptierter und gefeierter Anti-USA-Talk war an dem Tag zu weit gegangen. Die Vereinigten Staaten von Amerika hätten in den letzten vierzig Jahren noch mit jedem Schwein und Verbrecher auf der Welt zusammengearbeitet, solange die wirtschaftlichen Interessen der amerikanischen Groß Konzerne gewahrt geblieben seien, hatte er erklärt. Die Kritik an seinem Ausraster war heftig gewesen. DER SPIEGEL hatte am 17.3. 2015 geschrieben, er sei ein öffentlich-rechtlicher Hanswurst. Und seine treuesten Fans, die SPD Bosse, hatten sich von ihm abgewendet. Er habe bislang das Weltbild der 68iger Altgenossen gut bedient, hatte es im „SPIEGEL“ geheißen. Die von einer SPD-Frauen-Liga geknechteten Obergenossen hätten in seinen Keckheiten ein Ventil für ihren Frust gefunden und hätten deshalb gerne in seinen Vorstellungen abgehangen. Die Kritik an seinem Ausraster war heftig gewesen und Pispers war für eine Auszeit von der Bühne abgetaucht. Er hatte bis heute sein Bühnen-Comeback nicht hingekriegt. Und er wolle auch gar nicht, verkündete er seither immer wieder trotzig, er müsse seine treuen Fans enttäuschen.

Wackelzahn und Pispers in Love?

Pispers knirschte in der heimischen Küche mit den Zähnen und bereute es sofort, so die Moon-News. Der Wackelzahn unten rechts meldete sich und erinnerte ihn an seinen Zahnarzt, der ihn um diese Zeit herum auch so schmählich verraten hatte. Der hatte mit ihm und der Sahra Wagenknecht ein Abendessen arrangiert. Pispers konnte sich noch gut an das Treffen erinnern. Sahra hatte einen dunkelroten Rock mit Reißverschluss getragen. Er hatte sich beim Essen gefragt, was passieren würde, wenn er den Reißverschluss nach unten ziehen würde. Pispers war von Sahras Äußerem sehr angetan gewesen. Sie sei eine sexy Lady, hatte er gedacht. Und er, von dem einige behaupteten, nichts sei ihm heilig, obwohl er neben Englisch auch Theologie studiert hatte, hatte in ihr seine „politische Mutter Gottes“ gefunden. Er träumte seither davon, unter ihrer Fahne in den Kampf gegen die USA zu reiten. In diesen Träumen war er ihr ganz nahe, so die Moon-News. Die Moon-News erklärte, Pispers sei ein typisches Opfer des „Helo-Effektes“ geworden. Schön und gut würden dabei gerne gleichgesetzt. Das sei ein typisches Männer-Denken und aus der Werbung bestens bekannt. Er hatte beim Treffen seine Augen nicht von ihr abwenden können. Als Sahra Wagenknecht ihn gefragt hatte, ob er auch glaube, dass Frauen eher schön als klug sein sollten, hatte er stumm genickt. Als die Sahra dann erklärt hatte, das käme daher, dass Männer besser gucken als denken könnten, hätte er ihr fast widersprochen. Aber auch nur fast, weil die Sahra ihn dabei so unglaublich intensiv angeschaut hatte, dass er nur nicken konnte.

Sahra Wagenknecht, AfD-Fans und Fans mit Knopf-Augen

Sein Zahnarzt hatte das Gespräch dann übernommen und ihr auf den nationalen Zahn gefühlt, so seine Worte später. Er war ein Spezi vom AfD-Politiker Björn Höcke und der hatte noch im Februar 2023 Wagenknecht dazu eingeladen, in die AfD einzutreten. Sie sei in der AfD herzlich willkommen. Hier könne sie die Politik machen, von der sie träume. Wagenknecht hatte Höcke heftig widersprochen, ihn einen „Rechtsextremisten“ genannt.

Pispers hatte bei ihrem Abgang festgestellt, dass ihr Rock hinten, um den Po herum, auch einen Reißverschluss hatte. Warum SahraWagenknecht ihn beim Abschied Herr Knopf-Auge genannt hatte, war ihm unklar gewesen. Die Moon-News erklärten, bei sexueller Erregung weiteten sich die Pupillen im Auge bis zum dreißigfachen. Als seine Sahra rausgegangen war, hatte er ihr noch hinterhergerufen, „Bis Neulich“. Das war sein kabarettistisches Marken-Zeichen. Sie aber hatte ihn nur kalt angesehen und erklärt, das sei nicht ihr Sprach-Niveau, so die Moon-News.

Sein Zahnarzt hatte blöd gekichert und erklärt, beim nächsten Zahn-Bohren werde er ein Bild von der Sahra an die Decke beamen, dann brauche Pispers keine Betäubungsspritze. Volker hatte zuhause in der Küche mit großen Augen von seinem „Ersten Date mit Sahra“ berichtet. Dafür hatte es eine Woche Pudding-Entzug bekommen und seine Frau hatte sich a la Sahra umdekoriert. Er könne sich den Appetit draußen holen, hatte sie erklärt, gegessen werde zu Hause. Die Moon-News-Presseagentur hatte geschrieben, das sei ein weiteres Kapitel aus der Serie: „Untreue Komiker und ihre treuen Frauen“.